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Nach dem Krieg ...

Dortmunder Bündnis

gegen den Irak-Krieg

Nach dem Krieg ist vor dem Krieg

Fragen & Antworten zu den Aufgaben der Friedensbewegung

  1. Warum weiter gegen den Irak-Krieg protestieren?  Wenn er doch nun zu Ende geht!?
  2. Dieser Krieg ist auch nachträglich durch nichts zu legitimieren. Er ist ein Angriffskrieg, ein Präventivkrieg und bricht das Völkerrecht. Wenn diese Art der Kriegführung von den USA durchgesetzt wird, ist kein Land der Erde mehr sicher, in dem Öl, Gas oder andere Rohstoffe Profit für die Großkonzerne versprechen.

    Die nächsten Länder auf der "Achse des Bösen" hat die Bush-Administration schon im Visier; Syrien und den Iran. Wie praktisch, dass Militär und Waffen, die ganze Kriegsmaschinerie schon vor Ort ist. Protest bleibt notwendig.

  3. Der Krieg ist praktisch nach 4 Wochen beendet  -  es hat weniger Opfer gegeben, als befürchtet wurde.  Ist das nicht positiv zu bewerten?

Nein. Der Krieg im Irak ist noch nicht vorbei und ein Frieden noch nicht in Sicht. Die Zahl der zivilen Opfer und der der Irakischen Soldaten ist noch nicht bekannt - es wurden nur die Toten der Invasionstruppen gezählt und die toten Journalisten.

Wir kennen nicht die Zahl der Verbrannten, Zerfetzten und Verstümmelten. Und es wird täglich weiter gelitten und gestorben.

Dieser Krieg wird mit Waffen geführt, die international geächtet sind. Die Streubombe setzt noch in der Luft bis zu 2000 kleine Bomben frei, die in weitem Umkreis verletzten und töten. Nur ein Teil der kleinen Bomben explodiert sofort, so dass die Bombe noch lange nach dem Abwurf tötet.

Auch die urangehärtete Munition, deren verheerende Langzeitwirkung bekannt ist, wird wieder eingesetzt.
Das heißt: die Zahl Krebskranker und -toter und die Zahl missgebildeter Neugeborener wird wieder sprunghaft ansteigen
Dieser Krieg ist ein Verbrechen gegen das Volk im Irak. Der Internationale Gerichtshof muss tätig werden.

     3.  Der Irak ist jetzt aber befreit ?

Der Irak ist erst einmal in eine Anarchie zurück gebombt worden. Neben den Hunderten, die jetzt in die Kameras der Sieger und ihrer Journalisten jubeln, denken wir an die Tausende, die ihre Toten und Verletzten im Dunkeln beklagen.

Die Plünderungen verschärfen die existentielle Not überall, besonders in Krankenhäusern. Im Kampf um lebenswichtiges Wasser spielen sich unmenschliche Szenen ab. Durch verseuchtes

Wasser brechen Krankheiten aus, die sich rasend ausbreiten und kaum bekämpft werden können.

Die Sieger und ihr Militär schauen zu - auch dies ist völkerrechtswidrig.

Der Irak wird davon "befreit", ein souveräner Staat zu sein und er wird von seinem Ölreichtum "befreit". Dies war das Ziel der US-Administration von Anfang an und es wird jetzt durchgesetzt.


Wir fordern:

Dieser Krieg muss international verurteilt werden, auch von der Regierung unseres Landes!

Die militärische Besetzung des Irak muss sofort beendet werden! An ihre Stelle muss irakische Selbstverwaltung und umfassende zivile Hilfe gesetzt werden!

Die Bundesregierung darf sich an keiner militärischen Besetzung des Irak beteiligen, unter welchem "Mandat" auch immer!

Die Bundesregierung übernimmt nur humanitäre, z. B. medizinische Aufgaben im Irak!


V.i.S.d.P.: Ula Richter, 44141 Dortmund