Heimatfront   -   Sozialabbau und Abbau demokrat. Rechte

( Diese Seite wird zur Zeit nicht weiter aktualisiert )

FBI bespitzelt US-Friedensaktivisten     (taz, 25.11.03, 87 Zeilen, MICHAEL STRECK (TAZ-Bericht))
"New York Times": US-Bundespolizei untersucht Kriegsgegner im Rahmen des Anti-Terror-Kampfes
Die Fahnenflucht der US-Medien      ( für t-online von Spiegel Online)  

Rauchfahne über einem im Irak abgeschossenen US-Hubschrauber (Foto: dpa)
Rauchfahne über einem im Irak abgeschossenen US-Hubschrauber (Foto: dpa)

Von Marc Pitzke, New York

Selbst die schießfreudigen US-Medien werden immer kriegskritischer. Tote Soldaten beherrschen die Schlagzeilen, Exposés enthüllen Versäumnisse der Regierung, der Milliardär George Soros finanziert gar eine Anti-Kriegs-Kampagne. Ein Menetekel für Präsident Bush: So begann auch das Ende des Vietnamkriegs.  ...
Drehbuch für die Medien
So hatten sie sich das wohl kaum vorgestellt im Weißen Haus. Zu Beginn des Krieges, so die Politologin Susan Tifft, vormals Redakteurin bei "Time", "schrieb das Pentagon das Drehbuch" für die Medien, die live dabei sein durften: "Shock and awe" war das Motto, Schock und Ehrfurcht. Inzwischen schreibt sich das Irak-Drehbuch selbst, und Ehrfurcht flößen den Journalisten allenfalls noch der Tod ein.
Selbst Konservative wurden pazifistisch
Ein Menetekel für Bush. Denn der beharrlich durch die Kommentare geisternde (wenn auch historisch und militärisch hinkende) Vergleich zu Vietnam stimmt zumindest in einem Punkt: Auch damals standen "New York Times", "Washington Post" und "Wall Street Journal" zunächst patriotisch auf Seiten der Regierung. Nach der Tet-Offensive 1968 aber wurde selbst das konservative "Journal" pazifistisch - und es dauerte nicht lange, bis mit den Medien auch die Stimmung im Volk vollends kippte.
...



Schärfere Anti-Terror-Gesetze, häufigere Todesstrafe, unbegrenzte Haft ohne Verfahren , Militärtribunale     (aus:  taz, 12.09.03)
US-Präsident George W. Bush hat in einer Rede zum zweiten Jahrestag der Terroranschläge schärfere Anti-Terror-Gesetze gefordert. Bush forderte in Washington vor allem mehr Befugnisse für die Behörden. Außerdem sprach er sich dafür aus, die Zahl der Delikte auszuweiten, für die Terroristen zum Tode verurteilt werden können. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sprach vor Journalisten in Washington davon, die noch immer in Guantánamo inhaftierten Gefangenen ohne Verfahren dort zu belassen, bis der weltweite Krieg gegen den Terror zu Ende sei. Falls es der Präsident wolle, könne es auch Militärtribunale gegen Einzelne geben
Flucht vor der rebellischen Heimatfront      (taz, 04.09.03)
Kaum ein Tag vergeht ohne Negativschlagzeilen für US-Präsident Bush. Nun mischen sich auch noch die Haushälter in seine Irakpolitik ein
93 Zeilen, MICHAEL STRECK (TAZ-Bericht)

Heimatfront     KOLUMNE  von  NAOMI KLEIN *     ( Le Monde diplomatique, Beilage zur taz am 11.07.03 )                                                                                
                                                                                                                                   * Kanadische Journalistin und Autorin des internationalen Bestsellers "No Logo!"

Die Bush-Administration hat ihr nächstes Ziel für einen Präventivkrieg festgelegt, aber dieses Ziel ist weder der Iran noch Syrien oder Nordkorea - jedenfalls noch nicht.
Sie hat sich vorgenommen, mit den lästigen Nichtregierungsorganisationen aufzuräumen, die derzeit die Weltmeinung gegen Amerikas Bomben und andere Markenartikel aufbringen.
Der Krieg gegen die NGOs spielt sich an zwei klaren Fronten ab. An der einen erkauft sich die Regierung das Stillschweigen und die Komplizenschaft der großen etablierten humanitären und religiösen Organisationen, indem man ihnen lukrative Verträge für die Mitarbeit beim Wiederaufbau des Irak anbietet. An der anderen Front werden die eher unabhängig agierenden NGOs marginalisiert und kriminalisiert, indem man behauptet, ihre Tätigkeiten gefährdeten die Demokratie.